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Kartierungsarbeiten durch ehrenamtliche Helfer haben begonnen

By 6. August 2019 No Comments

Neuenburg am Rhein. Dank ehrenamtlichem Engagement, haben seit kurzem die Kartierungsarbeiten für das Citizen-Science-Projekt „Grundwasser – Der verborgene Lebensraum“ in Neuenburg am Rhein begonnen. Das Projekt, das federführend vom Institut für Grundwasserökologie GmbH (IGÖ) und der Universität Koblenz-Landau durchgeführt wird, wird von der Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein veranstaltet und dem Innovationsfond der Badenova unterstützt. Nach dem erfolgten Workshop im April, sind nun fünf engagierte Frauen und Männer aktiv dabei und sammeln über einen längeren Zeitraum hinweg Grundwasserproben. Die Wasserproben werden ferner genau unter die Lupe genommen, um insbesondere Informationen über die Biodiversität im Grundwasser in der Region Südbaden erhalten zu können.

Hüpferlinge (Cyclopoida), Bärtierchen (Tardigrada) und Vielborster (Polychaeta) bewohnen metertief unter der Erde das Grundwasser. Das sind allerdings lediglich Beispiele für die vielen verschiedenen Kleinstlebewesen, die diesen verborgenen Lebensraum so interessant machen. Die Namen dieser Kreaturen klingen auf jeden Fall merkwürdig, wie sie aussehen wissen die wenigsten. Das hat auch die fünf ehrenamtlichen Kartierer und Kartiererinnen dazu angespornt, an den grundwasserökologischen Untersuchungen mitzuarbeiten. Wie spannend das bestimmen der Tierchen unter einem Stereoskop sein kann, haben die fünf bereits bei einem Workshop im April erleben können. Seit Ende Juli führen sie nun selbstständig die Kartierungsarbeiten durch und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Projekt. Betreut wird die Gruppe von Dr. Cornelia Spengler und ihrem Kollegen Andreas Hofer vom Institut für Grundwasser Ökologie GmbH (IGÖ). „Beim Workshop haben wir das notwendige Wissen vermittelt und freuen uns, dass sich aktuell fünf Kartierer und Kartiererinnen, in Neuenburg am Rhein und Umgebung, ans Werk machen.“, freut sich Dr. Spengler. Mit der Entwicklung des Projekts insgesamt, zeigt sich Spengler sehr zufrieden. „Für das kommende Wintersemester ist wieder eine Projektstudie mit der Universität Freiburg geplant. Die Teilnehmer dort sollen sich dieses Mal die Untersuchung von Quellen vornehmen. Das Naturschutzzentrum im elsässischen Hirtzfelden „Maison de la nature du vieux canal“ hat im Juli eigenständig einen grundwasserökologischen Workshop für Kinder und Jugendliche ausgerichtet, der sehr gut ankam. Wir stehen außerdem mit dem Naturschutzzentrum in Rust in Kontakt, die sich gerne auch an dem Projekt beteiligen möchten.“, so Dr. Spengler.

Nach aktuellem Wissenstand, ist davon auszugehen, das in Südbaden eine große Vielfalt an Grundwasser-Tieren gegeben ist. Man darf also besonders gespannt auf die Befunde der Kartierer sein. Interessierte, die sich auch an diesem Forschungsprojekt beteiligen möchten, können sich bei Frau Dr. Spengler melden: Dr. Cornelia Spengler unter Tel.: 06341 28 03 11 56 oder spengler@uni-landau.de.

Das Projekt

Das Grundwasser ist Lebensraum einer bisher kaum erforschten Vielzahl an Kleinstlebewesen wie winzigen Krebsen, Milben oder Würmern. Diese Tierwelt spielt eine wichtige Rolle dabei, das Grundwasser sauber zu halten und unsere Wasserversorgung auch zukünftig sicherzustellen. In der Region Südbaden ist die Biodiversität im Grundwasser besonders hoch, aber bislang wenig erforscht. Hier möchte das Projekt im Rahmen einer Kooperation von Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein GmbH, den Universitäten Koblenz-Landau und Freiburg i. Br. sowie dem Institut für Grundwasser Ökologie GmbH (IGÖ) gemeinsam mit Ehrenamtlichen eine Lücke schließen. Ziel ist es, etwa 200 bis 300 Grundwassermessstellen zu beproben und zu analysieren. Das Projekt ist einzigartig und vereint Forschung, Naturschutz und Praxis und wird aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der Badenova mit 150.000 EUR unterstützt.

Kontakt in Neuenburg am Rhein
Eleonora Cannella
Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
Landesgartenschau Neuenburg am Rhein 2022 GmbH
Tel. +49 (0) 76 31 – 933 94-31
Fax +49 (0) 76 31 – 933 9499
eleonora.cannella@neuenburg2022.de
www.neuenburg2022.de

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